Ich erlebe die Ausbildung bei JHTA als sehr fundiert, ehrlich und praxisnah. Ich nehme aktuell an der ersten Kohorte dieser Ausbildung teil; der Kurs läuft noch, derzeit sind 12 von 18 Modulen abgeschlossen. Schon jetzt zeigt sich für mich deutlich der ganzheitliche Ansatz der Ausbildung.
Besonders überzeugt hat mich das klare Konzept: Es geht nicht um schnelle Rezepte oder Arbeiten nach Schema X, sondern um das Verstehen des Hundes als Lebewesen und Individuum – mit eigener Persönlichkeit, Stärken, Schwächen und individuellen Bedürfnissen. Ebenso wichtig ist dabei die Rolle des Menschen, die Beziehung zwischen Hund und Hundeführer sowie eine klare, für den Hund verständliche Kommunikation. Darüber hinaus spielt auch die offene und reflektierte Kommunikation zwischen Hundeführer und Ausbilder*innen eine zentrale Rolle. Dabei wird stets mitgedacht, dass die Hunde jagdlich geführt und eingesetzt werden sollen – jagdliche Praxis, Einsatzrealität und die damit verbundenen Sicherheitsaspekte sind fester Bestandteil von Ausbildung und Training.
Die theoretischen Grundlagen werden ausführlich und verständlich vermittelt – anspruchsvoll, aber immer mit engem Bezug zur Praxis. Sehr wertvoll finde ich das Teilen persönlicher Erfahrungen und konkreter „Fälle“ durch die Ausbilder*innen. Das macht die Inhalte greifbar und zeigt, dass es selten nur den einen richtigen Weg gibt.
Gleichzeitig wird konsequent eingefordert, das Gelernte am eigenen Hund bzw. in Trainingssituationen praktisch umzusetzen und kritisch zu reflektieren. Auch die gemeinsame Analyse anderer Hund-Hundeführer-Gespanne ist dabei besonders lehrreich, da man lernt, Situationen differenziert zu betrachten und nicht vorschnell zu bewerten.
Was die Ausbildung für mich besonders macht, ist der vertrauensvolle, offene und wertschätzende Austausch innerhalb der Gruppe und mit den Ausbilder*innen. Kommunikation – sowohl im Umgang mit den Hunden als auch im Miteinander der Teilnehmenden – spielt eine zentrale Rolle. Fragen, Zweifel und auch Fehler haben hier Platz, was den Lernerfolg deutlich vertieft.
Kritisch anzumerken ist, dass die Ausbildung zeitlich und inhaltlich sehr fordernd ist. Wer einfache Lösungen oder schnelle Erfolgsrezepte erwartet, wird hier nicht glücklich. Für mich ist genau das jedoch eine der großen Stärken: Man wird gefordert, selbst zu denken, genau zu beobachten und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.
Insgesamt erlebe ich die Ausbildung als fachlich tiefgehend, reflektiert und nachhaltig – besonders für alle, die Jagdhundearbeit ernsthaft, fair und ganzheitlich betreiben möchten.
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